Grundlagen der Homöopathie
Homöopathie
-
gut geeignet für Kinder und Erwachsene, weniger gut geeignet für ältere Multimorbide
-
nicht zur alleinigen Therapie angezeigt bei schweren bakteriellen Infektionen, schweren Traumata, zur Substitution von Hormonen und Enzymen, destruierende Krankheiten und bei grossen Stoffwechselentgleisungen
-
als Add-On-Therapie aber immer möglich
tiefe und mittlere Potenzen haben ein geringeres Risiko für eine Erstverschlimmerung, aber gleichzeitig auch eine geringer Wirkdauer
-
für die Selbstmedikation nur tiefe und mittlere Potenzen einsetzen, da gilt je höher die eingesetzte Potenz, um so treffsicherer muss man sein, um die gewünschte Wirkung zu erreichen
-
es gilt weiterhin, je länger eine Erkrankung besteht, desto höher sollte die eingestzte Potenz sein, dies dann aber nur über einen Heilpraktiker oder einen homöopathischen Arzt
-
Einnahme ca. 30 min vor dem Essen
-
Wirkungen können durch Gewürze, ätherische Öle, Kaffee und Campher abgeschwächt / aufgehoben werden (spürbar nur bei längerwirksamen Hoch- und Höchstpotenzen)
Das Ähnlichkeitsprinzip
| Potenz- oder Verdünnungssystem |
Zeichen |
Potenz / Verdünnung |
| Dezimal-System |
D |
1:10 |
| Centesimal-System |
C |
1:100 |
| LM- oder Q-System |
LM oder Q |
1:50.000 |
Zusätzliche Kennzeichen
| Verdünnungsstufe / Potenzhöhe |
Einnahmehäufigkeit |
| Tiefe Potenzen |
Urtinktur, D / C 1, 2, 3, 4, 6 |
3-5x täglich |
| Mittlere Potenzen |
D / C 8, 12 |
1-3x täglich |
| Hohe Potenzen |
D / C 30 |
1-2x wöchentlich |
| Höchst-Potenzen |
D / C 200 und höher |
1x monatlich |
| LM / Q-Potenzen |
alle LM / Q-Potenzen |
1-3x wöchentlich |
| Dosierhäufigkeit für tiefe und mittler Potenzen |
|
| perakut |
alle 2-3 Minuten |
| akut |
halbstündlich / stündlich |
| subakut |
alle zwei Stunden |
| chronisch |
2-3x täglich |
-
beim Nachlassen der Beschwerden - Einnahmeintervall verlängern
-
bei Beschwerdefreiheit noch einen Tag fortführen, dann absetzen
-
bei Verstärkung der Beschwerden (Erstverschlimmerung) - kurzfristige Therapiepause
| Einzeldosis bei verschiedenen Altersgruppen |
| Säuglinge |
1 Globulus oder 1 Tropfen einer Dilution |
| Kleinkinder |
3 Globuli oder 3 Tropfen einer Dilution |
| Schulkinder und Erwachsene |
5 Globuli oder 1 Tablette oder 5 Tropfen einer Dilution |
Gängige Dosierschemata
- Ereignisbezogen bei plötzlichem Ereignis - durchlaufen der perakuten, akuten, subakuten und chronischen Dosierung bis hin zum Absetzen bei Beschwerdefreiheit
- Ereignisbezogen zu einer bestimmten Tageszeit - einmal täglich (z. B. bei Einschlafstörungen einmal abends)
- bei chronischen Erkankungen - 3 Wochen mit chronischer Dosierung, dann eine Woche Pause, das ganze dann ggf. dreimal wiederholen (3 Monatstherapie)
- bei chronischen Erkrankungen mit mehreren Homöopathika zur Auswahl - 3 Wochen das eine, dann 3 Wochen das andere abwechseld ohne Pause (3 Zyklen lang)
- bei chronischen Erkrankungen - Anwendung von Hoch-, Höchtst- oder LM-Potenzen nach Rücksprache mit einem Heilpraktiker oder einem homöopathischen Arzt
Verkleppern als alternative Dosiermethode
-
5-10 Globuli oder 1-2 Tabletten auf ca. 150 ml Wasser, mit Plastiklöffel verrühern und dann perakut oder akut dosieren
-
Möglichkeit, um Hochpotenzen für eine perakute oder akute Dosierung einzusezten
© 2003 - 2006 durch Marcus Zunker / www.Zpharm.de
aktualisiert am
2005-07-09 19:18